Die Krise brauch mehr Solidarität

Gerade in Krisenzeiten hat Solidarität Konjunktur. So auch in der Corona-Pandemie.

Es war Anfang März 2020, als eine junge Bayerin in das Münchner Krankenhaus gebracht wurde: Sie hatte Covid19, eine der ersten Kranken. Es dauerte Wochen, bis sie wieder gesund war – aber jetzt trifft man sie wieder in dem Krankenhaus an. Aber als Stationsassistentin, bis April. Die junge Frau „möchte den Menschen was zurückgeben, die mir so viel gegeben haben, dem Stationspersonal“ sagte sie dem Sender Bayern 2.

Es ist nur eines von vielen Beispielen für Solidarität in dieser Zeit. Von der plötzlich aufblühenden Nachbarschaftshilfe für Ältere, über an Zäunen hängenden Beuteln mit Lebensmitteln für Obdachlose, bis hin zu kostenlosen Taxifahrten für Pfleger:innen – die Pandemie hat zu einer Welle der Solidarität geführt.
Auch wenn diese Bewegung durchsetzt ist mit Querdenkern und Querulanten: Sie sind wenige im Vergleich zu den Millionen, die sich zusammengetan haben, um die Schwachen zu schützen, die Alten, die Vorerkrankten. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten Ländern der Welt.

Nur mit Solidarität, so der DGB, lässt sich ein Weg aus der Krise finden.
Dass da aber noch viel Luft nach oben ist, zeigt sich in der Pandemie jedoch nicht nur darin, dass in den ersten Wochen des Lockdowns Toilettenpapier ausverkauft war und Desinfektionsmittel gestohlen wurde.

Während anfangs auch noch für die Alltagshelden wie Pflegepersonal, LKW-Fahrer und Verkäuferinnen von Balkonen geklatscht wird, ist davon heute keine Spur mehr.
Auch für die 60.000 Erntehelfer*innen aus Ost- und Südeuropa, die voraussichtlich dieses Jahr wieder einreisen werden, gibt es bis heute keine soziale Absicherung – heißt, keine Krankenversicherung. Und das Mitten in einer Pandemie. Und auch der Schlachthof-Skandal im vergangenen Sommer wurde zunächst kleingeredet, als die Beschäftigten in den Schlachthöfen wegen mangelnder Hygienekonzepte und schlechten Arbeitsbedingungen dem Virus hilflos ausgeliefert waren.

Solidarität sieht anders aus!

Aber hier war plötzlich unter dem Druck der Öffentlichkeit möglich, was über Jahre gefordert wurde und angeblich bis dahin nie umsetzbar war: Scharfe gesetzliche Regelungen für die Arbeitsbedingungen und Unterkünfte der meist ost- und südeuropäischen Schlachthofmitarbeiter:Innen. Selbst der letzte Versuch der Schlachtindustrie, die gesetzlichen Vorschriften aufzuweichen, scheiterte in der Politik.

Leider hat die solidarische politische Energie bisher noch nicht gereicht, um auch beim Pflegepersonal einen historischen Schritt zu gehen. Dass sie mehr verdienen sollten, dass Pflege mehr Wert ist als ein paar Prämien, ist durch die Pandemie gesellschaftlicher Konsens geworden. Ein entsprechender Tarifvertrag zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband BVAP stand – jedoch hat ausgerechnet die Kirche sich dagegen gestellt. Die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) der katholischen Caritas, hat den entsprechenden Tarifvertrag in einer Sitzung im Februar abgelehnt.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Pflegekommission jedoch neu berufen und mit ihrer Hilfe über bessere Löhne beraten.

Viele solidarische Handlungen in der Pandemie sind weniger auffällig gewesen als die in den Medien zitierten, aber sie sind genauso substanziell wie die sichtbaren. Wie zum Beispiel die Entscheidung in einem Chemieunternehmen, dass die Belegschaft eine Samstagsschicht leisten muss – die das, diskutiert im Betriebsrat, aber auch möchte, damit alle durch die Schichtwechsel sicher arbeiten können, und das Unternehmen trotzdem weiter produzieren kann. Oder wenn Spenden an wohltätige Organisationen wie Brot für die Welt deutlich ansteigen – statt, wie erwartet, zu sinken.

Die Frage ist, kann Solidarität unsere Gesellschaft vor dem Auseinanderbrechen bewahren?

Wir sagen Ja, wenn alle mitmachen. Also schließ’ Dich uns an, werde jetzt Mitglied!

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